Von Breitenhain zum Wasserschloss Wolfersdorf
Für den Ursprung von Breitenhain fehlen ältere Belege. Möglicherweise lag der Ort zeitweilig wüst. In dieser Gegend ist 1349/50 eine „villa Hain desolata" bezeugt. Das alte Wort "Hain" ist von hegen, beschützen...
Für den Ursprung von Breitenhain fehlen ältere Belege. Möglicherweise lag der Ort zeitweilig wüst. In dieser Gegend ist 1349/50 eine „villa Hain desolata" bezeugt. Das alte Wort "Hain" ist von hegen, beschützen abgeleitet und bezeichnet "einen umzäunten, beschützten Ort, vielleicht eine durch eine Dornenhecke gesicherte Siedlung (früher häufig).
►►► Wir laufen auf der Dorfstraße abwärts und wenden uns an der Straßengabel nach links. An der scharfen Linkskurve nehmen wir den rechts hinter dem Teich abbiegenden Weg und folgen ihm etwa 300 Meter. Dann verlassen wir das Tal und schreiten im Wald in einem Rechtsbogen aufwärts.
►►► Wo der Weg steiler ansteigt, benutzen wir den zweiten links abzweigenden Waldweg und gelangen an die freie Flur. Unten im Tal sehen wir einige Dächer von Stanau. Ein schöner Forstweg schlängelt sich auf den Heidenberg. Hier steht auf dem Alexanderplatz das Waldhaus. Halblinks kommen wir an den Waldrand und treten an der Biegung spitz in den Wald ein.
►►► Der Wanderweg schlängelt sich abwärts in den Alten Stanauer Grund. Mit leichtem Gefälle wandern wir talwärts und stoßen auf die Straße Wolfersdorf - Stanau. Wir laufen nach rechts (Übersichtskarte der ehemaligen Kleinstaaten an der jetzigen Grenze zum Saale - Holzland - Kreis) über eine historische Brücke zum Wasserschloss "Zur fröhlichen Wiederkunft". Es wurde 1550 von Johann Friedrich dem Großmütigen („Hanfried" - Gründer der Universität Jena) erbaut und erhielt seinen Namen anlässlich des Zusammentreffens des Kurfürsten mit seiner Familie nach fünfjähriger Haft.
►►► Als Rückweg benutzen wir entweder die Ortsverbindungsstraße nach Stanau (1,5 km ), oder wir nehmen ein Stück des Tälerpilgerweges, der bis kurz vor Stanau etwas erhöht rechts von der Straße durch den Wald führt (Karte).
►►► Das Dorf Stanau wird 1378 als „Stanow" erstmalig genannt. Eine Grenzbeschreibung nennt bereits 1074 einen Ort „Scanow", wobei sicherlich ein Schreibfehler vorliegt und Stanau gemeint ist. Der Name ist als „Ort des Stan" (Kurzform von Stanislav) zu deuten.
►►► Wir folgen der Straße weiter in Richtung Breitenhain, biegen aber vor dem Reiterhof (Bushaltestelle) rechts ab. Der Feldweg führt anfangs ansteigend, später eben vorüber an einem Waldstück und danach zwischen Feldern entlang zurück nach Breitenhain.
Dieter Kögler, 20 Jahre Saale-Orla-Kreis, 30 Wanderungen in unserer Heimat
Tak
Tak
Tak
Popularne wycieczki w okolicy
Nie przegap ofert i inspiracji na następne wakacje
Twój adres e-mail została dodana do listy mailingowej.