Großer Ringkogel und Pletzen
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Eine gewaltige, ausserordentlich eindrucksvolle Kammüberschreitung im Herzen der Seckauer Tauern. Diese alpine Tour verbindet mehrere markante Gipfel und Grate in einer spektakulären Szenerie. Im Praxis-Test...
Eine gewaltige, ausserordentlich eindrucksvolle Kammüberschreitung im Herzen der Seckauer Tauern. Diese alpine Tour verbindet mehrere markante Gipfel und Grate in einer spektakulären Szenerie. Im Praxis-Test von drei Kindern (4, 7 und 8 Jahre) erfolgreich absolviert. Die kleine Alpinistin mit gerade einmal 4 Jahren ist auch diese anspruchsvolle Strecke mit all ihren Höhenmetern und Kilometern vollkommen eigenständig gegangen.
Tourdaten im Überblick
Start & Ziel: Wanderausgangspunkt Gaalreiter / Ingeringgraben
Wegverlauf: Gaalreiter – Repenstein – Kleiner Ringkogel – Großer Ringkogel (2.277 m) – Pletzen (2.345 m) – Großer Ringkogel – Kleiner Ringkogel – Repenstein – Gaalreiter
Charakter: Alpine Grat- und Kammwanderung auf schmalen Steigen, teils steil und ausgesetzt
Schwierigkeit: Schwer (Schwarz) – Hohe alpine Erfahrung, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und exzellente Kondition erforderlich
Einkehr: Keine Einkehrmöglichkeit auf der Strecke; reine Rucksackverpflegung

Abschnitt 1: Aufstieg vom Gaalreiter über den Repenstein
Vom Ausgangspunkt beim Gaalreiter zieht der Steig steil durch den Wald und über erste alpine Wiesenflanken hinauf in Richtung Repenstein. Dieser erste Anstieg fordert sofort die Oberschenkel, bietet aber rasch freie Ausblicke auf das Ingeringtal. Über den felsdurchsetzten Rücken geht es weiter bergan, bis sich der Kammlauf öffnet.
Abschnitt 2: Über die Ringkogel-Gipfel zur Pletzen
Dem Gratverlauf folgend leitet der Steig über den Kleinen Ringkogel direkt weiter zum Großen Ringkogel (2.277 m). Der Weg führt stetig am Grat entlang – Trittsicherheit ist hier Pflicht. Vom Großen Ringkogel geht es weiter über den imposanten Verbindungskamm hinüber zur Pletzen (2.345 m), dem höchsten Punkt dieser Überschreitung. Das 360-Grad-Panorama über die gesamten Seckauer Tauern belohnt für jeden einzelnen Schritt.
Abschnitt 3: Der Rückweg über die Gipfelkette
Nach einer verdienten Gipfelrast auf der Pletzen erfolgt der Rückweg auf derselben Route über den Kamm. Erneut werden der Große und der Kleine Ringkogel überschritten, bevor es über den Repenstein und die steilen Waldhänge beim Gaalreiter wieder knieschonend und konzentriert zurück zum Ausgangspunkt geht.
Von 3 Kindern getestet – Die Praxis-Tipps
Außergewöhnliche Eigenleistung: Ein echtes Meisterstück der 4-jährigen kleinen Alpinistin, die diese lange und steile Kammüberschreitung ohne Tragehilfe aus eigener Kraft meisterte.
Gratwandern & Konzentration: Durch die stetigen Aufs und Abs entlang des Grates bleibt die Tour für Kinder hochspannend, erfordert wegen der alpinen Ausgesetztheit aber durchgehende Aufmerksamkeit der Eltern.
Ausrüstung & Verpflegung: Wegen des stark exponierten Gratverlaufs sind kompromissloser Wind- und Sonnenschutz sowie ausreichend Wasser und Proviant im Rucksack unverzichtbar.
Schuhwerk: Feste Wanderschuhe mit griffiger Profilsohle (im steilen/felsigen Gelände knöchelhoch).
Bekleidung: Zwiebelprinzip! Atmungsaktive Schichten sowie Wind- und Regenschutz gehören immer in den Rucksack.
Sicherheit: Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke, voll aufgeladenes Handy und Sonnenschutz.
Verpflegung: Ausreichend Wasser (besonders auf Gratweg-Touren!) und energiespendende Jause.
Navigation: Offline-Karte (z. B. via bergfex-App) zur Orientierung bei Nebel oder Wetterumschwung.
⚠️ Tipp: Passe die Ausrüstung und deine Selbsteinschätzung stets an das Wetter und die Schwierigkeit der jeweiligen Tour an.
Von Knittelfeld oder Spielberg kommend über Bischofsdorf direkt in die Gaal fahren. Dort der Straße in den Gaalgraben stetig folgen, bis man den Parkplatz am Wanderausgangspunkt Gaalreiter erreicht
Parkplatz unterhalb vom Gaalreiter
Motiviations- & Spieltipps für den Weg (murtal_graxler Special)
1. Das Rot-Weiß-Rot Markierungsspiel („Wer sieht sie zuerst?“)
Gerade im Waldstück zum Rosenkogel sind die Baum- und Felsmarkierungen perfekt platziert.
So geht’s: Die Kinder halten Ausschau nach der nächsten rot-weiß-roten Wegmarkierung. Wer als Erstes eine sieht und laut „Markierung!“ ruft, bekommt einen Punkt (oder darf das Tempo für die nächsten 50 Meter bestimmen).
Effekt: Die Kinder achten aufmerksam auf den Weg, lenken sich selbst von der Anstrengung ab und stürmen voller Begeisterung von Baum zu Baum.
2. Wandersteine / bunte Mutmacher-Steine
So geht’s: Wir nehmen von zu Hause 2–3 selbst bemalte „Wandersteine“ (z. B. mit Glückskäfern oder Bergen bemalte Kiesel) im Rucksack mit. Unterwegs dürfen die Kinder besonders schöne Plätze (z. B. an einer Wurzel, einem Aussichtspunkt oder am Gipfel) aussuchen, um einen Stein für andere Wanderer zu verstecken. Umgekehrt halten wir die Augen offen, ob wir fremde Wandersteine finden, um sie ein Stück mitzunehmen.
Effekt: Das Suchen und Verstecken verleiht der Tour eine kleine Schatzsuche-Dynamik
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