Hämmerkogel von der Bodenhütte
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Eine eindrucksvolle Hochgebirgstour im Seckauer Zinken-Massiv, die saftige Almwiesen, plätschernde Bäche und alpine Pfade vereint. Von der Unteren Bodenhütte führt die Route über die Obere Bodenhütte hinauf...
Eine eindrucksvolle Hochgebirgstour im Seckauer Zinken-Massiv, die saftige Almwiesen, plätschernde Bäche und alpine Pfade vereint. Von der Unteren Bodenhütte führt die Route über die Obere Bodenhütte hinauf zum Hämmerkogel. Das abwechslungsreiche Gelände bietet perfekte Motivation für kleine Bergsteiger – im Praxis-Test von drei Kindern (4,5, 7 und 8 Jahre) mit Bravour gemeistert. Die kleine Alpinistin mit 4,5 Jahren ist dabei die gesamten 937 Höhenmeter vollkommen eigenständig gegangen.
Abschnitt 1: Von der Unteren bis zur Oberen Bodenhütte
Die Tour startet am Parkplatz nahe der Unteren Bodenhütte auf 1.382 m. Der Weg führt zunächst entlang des Kaltenbachs sanft und schattig durch lichten Wald und über freie Almflächen. Dieser erste Abschnitt eignet sich hervorragend, um die Beine einzugehen. Nach rund 300 Höhenmetern öffnet sich das Geländekar und gibt den Blick frei auf die Obere Bodenhütte. Die offenen Almwiesen rund um die Hütte bieten sich ideal für eine erste kurze Verschnaufpause an.
Abschnitt 2: Durch den Karboden zum Gipfelaufbau
Hinter der Oberen Bodenhütte geht der Weg in einen schmaleren, alpinen Steig über. Die Route leitet nun durch das imposante Kar unterhalb des Gratverlaufs. Über sanft ansteigende Serpentinen gewinnen Wanderer schrittweise an Höhe. Der Steig wird zunehmend steiniger und fordert kleine Bergsteiger mit abwechslungsreichen Trittpassagen, bleibt aber durchgehend gut begehbar und übersichtlich.
Abschnitt 3: Schlussanstieg auf den Hämmerkogel (2.257 m)
Im oberen Karbereich leitet der Pfad schräg hinüber zum Bergrücken des Hämmerkogels. Der Schlussanstieg zieht über einen freien Wiesen- und Gratrücken hinauf zum Gipfel. Hier ist auf den letzten Metern Ausdauer gefragt, doch das weithin sichtbare Gipfelkreuz dient als perfekte Zielmotivation. Am höchsten Punkt auf 2.257 m belohnt ein grandioser Rundumblick über die Seckauer Tauern und das Murtal.
Abstieg
Der Abstieg folgt auf exakt 10,5 km Gesamtlänge der Aufstiegsroute über die Obere Bodenhütte zurück zum Ausgangspunkt auf 1.382 m.
Von 3 Kindern getestet – Die Praxis-Tipps
Starke Leistung der Jüngsten: Die kleine Alpinistin mit 4,5 Jahren hat die beachtlichen 937 Höhenmeter und 10,5 Kilometer komplett selbstständig bewältigt. Die abwechslungsreiche Wegführung mit Steinen, Wurzeln und kleinen Bachlauf-Überquerungen hält die Aufmerksamkeit der Kinder durchgehend hoch.
Wasser & Spielzonen: Der Kaltenbach im unteren Drittel bietet fantastische Rastplätze zum Dämmen bauen, Steine Flitschen und Beine abkühlen.
Wandersteine: Die Felsformationen rund um den Karboden und den Gipfelgrat eignen sich hervorragend zum Verstecken bemalter Wandersteine.
Ausrüstungstipp: Wegen des exponierten Gipfelrückens sind winddichte Kleidung und feste Wanderschuhe mit griffiger Profilsohle für die Kinder absolut empfehlenswert.
Schuhwerk: Feste Wanderschuhe mit griffiger Profilsohle (im steilen/felsigen Gelände knöchelhoch).
Bekleidung: Zwiebelprinzip! Atmungsaktive Schichten sowie Wind- und Regenschutz gehören immer in den Rucksack.
Sicherheit: Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke, voll aufgeladenes Handy und Sonnenschutz.
Verpflegung: Ausreichend Wasser (besonders auf Gratweg-Touren!) und energiespendende Jause.
Navigation: Offline-Karte (z. B. via bergfex-App) zur Orientierung bei Nebel oder Wetterumschwung.
Von St. Marein-Feistritz kommend über Wasserleith in Richtung Feistritzgraben / Boden fahren. Der Straße durch den Graben stetig folgen, bis man den Parkplatz bei der Unteren Bodenhütte erreicht.
Untere Bodenhütte
⚠️ Tipp: Passe die Ausrüstung und deine Selbsteinschätzung stets an das Wetter und die Schwierigkeit der jeweiligen Tour an.
Motiviations- & Spieltipps für den Weg (murtal_graxler Special)
1. Das Rot-Weiß-Rot Markierungsspiel („Wer sieht sie zuerst?“)
Gerade im Waldstück zum Rosenkogel sind die Baum- und Felsmarkierungen perfekt platziert.
So geht’s: Die Kinder halten Ausschau nach der nächsten rot-weiß-roten Wegmarkierung. Wer als Erstes eine sieht und laut „Markierung!“ ruft, bekommt einen Punkt (oder darf das Tempo für die nächsten 50 Meter bestimmen).
Effekt: Die Kinder achten aufmerksam auf den Weg, lenken sich selbst von der Anstrengung ab und stürmen voller Begeisterung von Baum zu Baum.
2. Wandersteine / bunte Mutmacher-Steine
So geht’s: Wir nehmen von zu Hause 2–3 selbst bemalte „Wandersteine“ (z. B. mit Glückskäfern oder Bergen bemalte Kiesel) im Rucksack mit. Unterwegs dürfen die Kinder besonders schöne Plätze (z. B. an einer Wurzel, einem Aussichtspunkt oder am Gipfel) aussuchen, um einen Stein für andere Wanderer zu verstecken. Umgekehrt halten wir die Augen offen, ob wir fremde Wandersteine finden, um sie ein Stück mitzunehmen.
Effekt: Das Suchen und Verstecken verleiht der Tour eine kleine Schatzsuche-Dynamik!
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