Warum nannte Hermann Hesse Calw "Gerbersau" ? Im Gerbereimuseum finden Sie darauf eine Antwort.

Ohne Wasser geht beim Gerben gar nichts. Das Gerberhandwerk gehörte seit dem 15. Jahrhundert neben der Tuchmacherei zu den wichtigsten Gewerbezweigen der Stadt Calw.

Die Gerber siedelten sich vor allem an der Nagold an, denn sie benötigten für den Gerbprozess reichlich Wasser. Die Felle wurden in die Nagold gehängt und dort gewässert. Auch die Abwässer wurden direkt in den Fluss geleitet. Es war wohl ein übel riechendes Geschäft, weshalb die Gerber auch nicht gerade zu den beliebtesten Handwerkern gehörten.

Das gibt es zu entdecken:

Im Erdgeschoss und in einem Backsteinanbau an der Nagold, der zur Erweiterung der Produktionsräume angelegt wurde, befinden sich die Wasserwerkstätten mit historischen Maschinen.

Die Räume des 1. Obergeschosses wurden mit Einrichtung des Gerbereibetriebes als Fellstube und Zurichtraum genutzt. Hier wird heute die Trockenverarbeitung der Felle und Häute sowie deren Vermessung gezeigt.

Im ehemaligen Wohngeschoss darüber gibt eine Dokumentation Auskunft über die Gerbereitradition in Calw, die unterschiedlichen Methoden des Gerbens und die entsprechenden Endprodukte. Die beiden Trockenböden zeigen Felltrocknung sowie Wolletransport und werden auch für Wechselausstellungen mit kunsthandwerklichem oder künstlerischem Schwerpunkt genutzt.

Museums-Café
Das Museum verfügt über eine Cafeteria und seit 2014 über einen nostalgischen Museumsladen, der parallel zu den Öffnungszeiten des Museums besucht werden kann.

Öffnungszeiten:
April bis Oktober: Sonntag 14:00 bis 17:00 Uhr
November bis März: geschlossen

Das Museum ist an Feiertagen geschlossen

Preise

Erwachsene
2,00 Euro

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren
1,00 Euro

Gruppen bis 15 Personen
30,00 Euro

Schulklassen bis 15 Personen
15,00 Euro

Informacje kontaktowe

Szczegółowe informacje:
https://www.calw.de/Gerbereimuseum

Zapytania do:
museen@calw.de
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