Aufstieg zum Grasleitenkopf (1434m) über Grasleitenstein (1268m) | Man muss nicht immer hoch hinaus für ein Erlebnis
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Aufstieg:
Direkt am Parkplatz orientieren wir uns am Wegweiser in Richtung Lenggrieser Hütte. Schon zu Beginn überqueren wir eine Brücke und entdecken einen deutlich günstigeren Privatparkplatz – hier...
Aufstieg:
Direkt am Parkplatz orientieren wir uns am Wegweiser in Richtung Lenggrieser Hütte. Schon zu Beginn überqueren wir eine Brücke und entdecken einen deutlich günstigeren Privatparkplatz – hier parkt man tatsächlich für nur 2 Euro.
Wir folgen jetzt der Fahrstraße eine ganze Weile. (Wanderweg 621)
Dabei durchqueren wir auch den kleinen Ortsteil Mühlbach. Hier macht unsere Teerstraße einen Linksschwenk und führt uns parallel zum gleichnamigen Mühlbach weiter – hinaus aus der Ortschaft bis zum Weiler Tradln.
Dort halten wir uns links und folgen dem Schotterweg (Beschilderung: Lenggrieser Hütte; Seekarkreuz). Dieser führt uns wieder hinaus auf offene Wiesen. Nach einer Art S-Kurve erkennen wir weiter vorne eine Holzscheune sowie eine kleine Baumgruppe.
Achtung: An dieser Stelle zweigt unser nicht beschilderter Weg ab. Wir erreichen die Baumreihe und stehen vor einer Rechtskurve, die uns zur Scheune führen würde – dieser Weg ist jedoch für den Rückweg gedacht.
Für unseren ruhigeren Aufstieg biegen wir stattdessen links ab und folgen dem schmalen Pfad durchs Gras bis zu einem Durchgang.
Am dortigen Karrenweg biegen wir rechts ab und befinden uns nun auf dem richtigen Weg. Dieser führt uns an einem Stadel mit Weidegatter vorbei und in ein kleines Waldstück hinein.
Wir durchwandern den Wald und merken bald, dass sich unser Weg in Steigung und Wegbeschaffenheit verschlechtert. Trotzdem bleiben wir ihm treu bis zu seinem Ende – gekennzeichnet durch einen Weidezaun. Rechts des Weges befindet sich ein Durchgang, durch den wir auf eine offene Weidewiese gelangen.
Wir halten uns erneut rechts und folgen dem Pfad am Waldrand entlang über die Wiese. Nur wenige Minuten später führt uns der Steig endlich vollständig in den Wald hinein. Kurz darauf treffen wir bereits auf einen breiteren Weg. Auch wenn der Steig noch ein Stück weitergeht – wir landen so oder so auf dem breiten Hauptweg.
Dieser bringt uns weiter bergauf bis zu einer Y-Kreuzung. Es gibt keine Beschilderung oder Markierung – lediglich an einem alleinstehenden Baum auf der linken Seite findet sich ein Pfeil in den Stamm markiert.
(Dieser kleine Hinweis ist übrigens bemerkenswert – er wirft die Frage auf, wie dieser wohl dort angebracht wurde.)
Wir folgen dem dezenten Hinweis, halten uns rechts und vollziehen eine weite Rechtskurve.
Laut Karte hätte man auch geradeaus gehen können und wäre später wieder auf unseren Steig gestoßen – vor Ort wirkt dieser Weg allerdings stark zugewachsen und wenig einladend.
Der anfangs breite Weg wird nun schmaler und verwandelt sich in einen Steig, der uns steil und zunehmend wurzelig weiter den Rücken des Grasleitensteins hinaufführt. Weiter oben wird der Weg zudem steiniger und etwas luftiger.
Zwischendrin kreuzen wir einen – wie bereits erwähnt – verwachsenen Karrenweg. Wir folgen dem Steig weiter bergauf und erreichen das Gipfelkreuz des Grasleitensteins, auch Grasleite genannt, von der linken Hangseite her.
Am Gipfel angekommen, eröffnet sich ein überraschend weiter Blick über das Isartal, das Brauneck sowie hinüber zum Karwendel und Wetterstein. Wenige Meter neben dem großen Holzkreuz steht an exponierter Stelle eine kleine Sitzbank, die zum Verweilen einlädt.
Zwischen Kreuz und Sitzbank zweigt – zur Bank gewandt – auf der linken Seite bereits der Weiterweg zum Grasleitenkopf ab.
Wir folgen diesem und wandern gemütlich über Lichtungen und kurze Waldpassagen mit leichtem Auf und Ab. Nach etwa 15 Minuten zweigt ein kleiner Pfad ab – diesen ignorieren wir und halten uns weiter links, da er direkt zur Lenggrieser Hütte führen würde.
Nach einer letzten kurzen Steigung über den Bergrücken erreichen wir unser heutiges Ziel: den Grasleitenkopf.
Ein hübsch dekoriertes Gipfelkreuz stiehlt hier dem Panorama fast die Show.
Abstieg:
Wir überschreiten den Gipfel des Grasleitenkopfs und folgen dem Kammverlauf in einer weiten Serpentine bergab. Der Pfad führt uns auf eine Holzhütte im Wald zu – direkt davor machen wir eine Kehre nach links und folgen weiter dem Pfad.
Der bewaldete Hang leitet uns nun zügig bergab, bis wir schließlich auf dem Gelände der Lenggrieser Hütte stehen.
Für den weiteren Abstieg orientieren wir uns am gegenüberliegenden Gebäude der Alm. Zwischen diesem und einem kleinen Spielplatz hindurch gelangen wir zu einem Wegweiser. Der große Schilderbaum mit Karte ist für uns jedoch irrelevant – außer man möchte das Seekarkreuz noch mitnehmen.
Der Grasleitensteig beginnt rechts vom genannten Schilderbaum. Ein einzelnes Schild (Fleck; Winkl; Lenggries) zeigt uns die Richtung.
Der Steig selbst ist ruppig und sehr wurzelig – trotz moderater Steigung ist hier erhöhte Aufmerksamkeit gefragt.
Nach etwa 15 Minuten macht der Pfad eine scharfe Linkskurve und verwandelt sich bei einer Kehre abrupt in einen breiten Schotterweg. Dieser ist steil und eher unangenehm zu gehen.
An einem Wegweiser, der unseren Abstieg zunächst gar nicht zu zeigen scheint, halten wir uns rechts. Der für uns wichtige Wegweiser ist etwas weiter unten und inzwischen in einen Baum eingewachsen (Beschilderung: Lenggries).
Etwa 15 Minuten später verlassen wir durch einen Durchlass den Bergwald. Über einen Wiesenpfad wandern wir – an zahlreichen Kühen vorbei – hinab zum Zaundurchgang nahe eines kleinen Gebäudes.
Von hier folgen wir dem Forstweg entlang des Zauns und lassen uns bis zu dem – eingangs bereits erwähnten – Holzstadl führen.

- Weiter zum Seekarkreuz
Lenggrieser Hütte
Kompasskarte 182 - Isarwinkel
Tak
Tak
Tak
Tak
Normale Wanderausrüstung
- Keine besonderen Sicherheitshinweise
Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Holzkirchen, über Holzkirchen Richtung Bad Tölz und über die B 13 weiter nach Lenggries. Bei Lenggries nicht die erste Auffahrt zur Ortsmitte, sondern die zweite Ausfahrt nach Hohenburg wählen. Hier links und immer geradeaus bis zum gebührenpflichtigen Wanderparkplatz am Eingang zum Hirschbachtal fahren.
Mit der Bayerischen Oberlandbahn von München Hauptbahnhof bis Lenggries. Vom Bahnhof in Lenggries zu Fuß in 30 Minuten (2 km) zum Ausgangspunkt in der Hohenburgstraße.
- Parkplatz Hohenburg
- Kostenpflichtig
- 5 Euro / Tag
- Es gibt private Alternativen für 2 Euro nach der Brücke
- Der Aufstieg zum Grasleitenstein erfolgt über einen nicht markierten Steig, der etwas Orientierungssinn erfordert – ein perfekter Geheimtipp für erfahrene Wanderer.
- Auf halber Strecke findet sich ein in einen Baum eingeschnitzter Richtungspfeil – seine Entstehung ist unklar, aber hilfreich für die Wegfindung.
Namensdeutung: „Grasleiten“
Der Begriff „Leite“ stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet „steiler Hang“ oder „Berglehne“.
Eine „Grasleite“ bezeichnet demnach einen steilen, grasbewachsenen Hang.
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