Rund um Kressbronn entlang der Argen
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Kressbronn am Ausgangspunkt der Wanderung ist der östlichste Ort von Baden-Württemberg am Ufer des Bodensees. Durch eine vom Obst- und Weinbau geprägte Landschaft führt die Tour als Strecken- oder Rundwanderung...
Kressbronn am Ausgangspunkt der Wanderung ist der östlichste Ort von Baden-Württemberg am Ufer des Bodensees. Durch eine vom Obst- und Weinbau geprägte Landschaft führt die Tour als Strecken- oder Rundwanderung zunächst zur ehemaligen Burg Gießen aus dem 13. Jahrhundert. Im Mittelalter wurde sie zum wehrhaften Wasserschloss umgebaut, verfiel aber zunehmend nach 1810. Seit 1974 ist es in Privatbesitz und kann nur im Rahmen von kulturellen Veranstaltungen besichtigt werden. In unmittelbarer Nähe passieren wir die Gießenbrücke über die Argen, einem der letzten Wildwasserflüsse Baden-Württembergs. Meist direkt am Ufer entlang verläuft ein Pfad bis zu seiner Mündung in den Bodensee bei Langenargen. Als technisches Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung gilt die Kabelhängebrücke über die Argen. Sie überspannt den Fluss zwischen Langenargen und Kressbronn mit einer Weite von 72 Metern. 1896–1897 unter König Wilhelm II. erbaut, ist sie die älteste ihrer Art in Deutschland.
Vom Bahnhof Kressbronn orientieren wir uns am Wegweiser mit dem blauen Balken als Wegmarkierung in Richtung Gattnau (1,8 km). Am Nunzenberweg liegt der Heilkräuter-Lehrgarten (hortulus pharmaceuticus) der Kressbronner Möven-Apotheke. In ihm sind rund 90 Kräuter- und Gewürzpflanzen angepflanzt und mit Täfelchen beschrieben. Durch Obstplantagen steigen wir nach Gattnau hinab, an der Pfarrkirche St. Gallus vorbei, links hoch durch den Wäschbachweg und rechts auf den Hüttmannsberg. Nach Atlashofen gehen wir unter der B31 hindurch und links weiter Richtung Nitzenweiler, im Weiler Atlashofen links ab zum Heiligenhof. Auf dem Oberschwäbischen Jakobsweg wandern wir durch den Großholzwald und bei den nächsten Gabelungen wieder mit der gelben Raute Richtung Heiligenhof. Vor einem Hochsitz schlagen wir den links abbiegenden Pfad ein und passieren gleich darauf beim Austritt aus dem Wald ein Tor am Fuß des Gießenbühls. Auf dem nach allen Seiten steil abfallenden Drumlin stand die Lehnensburg. Ihr Ursprung geht bis auf die Hallstattzeit zurück (600-500 v. Chr). Zusammen mit einer Hochwacht beherrschte sie den Zugang zum Argental. Mit dem Blick über den Heiligenhof zum Bodensee erreichen wir einen Wanderparkplatz. Hier befand sich einst eine römische Niederlassung. Auf dem Heiligenhof wurde eine römische Badruine ausgegraben und wieder zugeschüttet. Rechts ab führt der Jakobusweg Richtung Gießenbrücke zum ehemaligen Wasserschloss Gießen. Am Schloss gehen wir geradeaus weiter und auf dem Feldweg parallel zur Straße bis zur Gießenbrücke. Auf der gegenüberliegenden Seite der Argen befand sich die Zollstation der Grafen Montfort. Seit 1816 dient sie als Gasthaus „Zum Zollhaus“. Davor biegen wir links hinab auf den Argenweg, der dem Wildwasserfluss bis zu seiner Mündung in den Bodensee bei Langenargen folgt. Zwischen der Argen und dem Wanderweg verläuft ein ufernaher Pfad. Unterwegs passieren wir mehrere Brücken. Hinter der „Oberdorfer Brücke“ folgt die Unterführung der B 31. Kurz nach der Eisenbahnbrücke erreichen wir die Kabelhängebrücke über die Argen. Wir passieren die nur noch für Fußgänger und Radfahrer zugängliche Argenbrücke und gehen am Ufer der Argen weiter bis zu ihrer Mündung in den Bodensee. Vom Kiesstrand bietet sich ein großartiger Alpenblick. Danach gehen wir wenige Meter zurück und folgen dem Bodensee-Rundweg über die Tunauer Kapelle zum Stadtrand von Kressbronn, biegen zuvor mit dem Nonnenbach links ab zum Bahnhof Kressbronn.
Normale Wanderausrüstung
Die Route verläuft auf unkritischen Wegen.
Anfahrt zu Nonnenbacher Weg, 88079 Kressbronn
Parkplätze beim Bahnhof Kressbronn
Der Kiesstrand an der Argenmündung ist ein beliebter Rastplatz und bietet einen großartigen Alpenblick.
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